Bowlby John


 

Bowlby John



Bowlby setzte seinen Therapieschwerpunkt mehr auf die aktuellen Lebensschwierigkeiten als auf die Aufarbeitung unbewusster Kindheitserinnerungen wie es in der klassischen Psychoanalyse üblich war. Zum Beispiel bezog er bei einem hyperaktiven Knaben auch die unter psychischen Problemen leidende Mutter in die Behandlung ein. Schon damals war Bowlby überzeugt, dass reale frühkindliche Erlebnisse in der Beziehung zu den Eltern die Entwicklung eines Kindes grundlegend bestimmen können und dass nicht nur der Ödipuskomplex und seine Lösung oder das Monopol der Sexualität für die emotionale Entwicklung eines Kindes verantwortlich seien.



Eigene Kindheitserfahrungen, seine Lehrtätigkeit mit den verhaltensauffälligen Schülern und die klinischen Erfahrungen über die hohe Zahl von stark zerrütteten frühen Mutterbindungen bei jugendlichen Dieben lenkte seine Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen von Trennung. Aus dieser Arbeit entstand 1944 das Buch "Forty-Four Juvenile Thieves: Their Characters and Home Life".



1958 legte er in seiner Schrift "The nature of the child's tie to his mother" erstmals seine Überlegungen dazu vor, dass es ein biologisch angelegtes System der Bindung gibt, das für die Entwicklung der emotionalen Beziehung zwischen Mutter und Kind verantwortlich ist. Seine Überlegungen waren von seiner Bekanntschaft mit der ethologischen Forschung beeinflusst, speziell durch die Arbeiten von Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen. Auch in den Arbeiten von Robert Hinde an Rhesusaffen fand er seine eigenen Beobachtungen bestätigt.



Mit seinem 1969 erschienen Buch "Bindung – Eine Analyse der Mutter-Kind-Beziehung" begründete Bowlby die Bindungstheorie. Damit wandte sich die Forschung neben den hindernden auch den fördernden Faktoren in der Mutter-Kind-Beziehung zu.



Sein Buch "Frühe Bindung und Kindliche Entwicklung" wurde in die Liste der 100 Meisterwerke der Psychotherapie aufgenommen.

Source:
http://de.wikipedia.org/wiki/John_Bowlby







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Bowlby setzte seinen Therapieschwerpunkt mehr auf die aktuellen Lebensschwierigkeiten als auf die Aufarbeitung unbewusster Kindheitserinnerungen wie es in der klassischen Psychoanalyse üblich war. Zum Beispiel bezog er bei einem hyperaktiven Knaben auch die unter psychischen Problemen leidende Mutter in die Behandlung ein. Schon damals war Bowlby überzeugt, dass reale frühkindliche Erlebnisse in der Beziehung zu den Eltern die Entwicklung eines Kindes grundlegend bestimmen können und dass nicht nur der Ödipuskomplex und seine Lösung oder das Monopol der Sexualität für die emotionale Entwicklung eines Kindes verantwortlich seien.

Eigene Kindheitserfahrungen, seine Lehrtätigkeit mit den verhaltensauffälligen Schülern und die klinischen Erfahrungen über die hohe Zahl von stark zerrütteten frühen Mutterbindungen bei jugendlichen Dieben lenkte seine Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen von Trennung. Aus dieser Arbeit entstand 1944 das Buch "Forty-Four Juvenile Thieves: Their Characters and Home Life".

1958 legte er in seiner Schrift "The nature of the child's tie to his mother" erstmals seine Überlegungen dazu vor, dass es ein biologisch angelegtes System der Bindung gibt, das für die Entwicklung der emotionalen Beziehung zwischen Mutter und Kind verantwortlich ist. Seine Überlegungen waren von seiner Bekanntschaft mit der ethologischen Forschung beeinflusst, speziell durch die Arbeiten von Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen. Auch in den Arbeiten von Robert Hinde an Rhesusaffen fand er seine eigenen Beobachtungen bestätigt.

Mit seinem 1969 erschienen Buch "Bindung – Eine Analyse der Mutter-Kind-Beziehung" begründete Bowlby die Bindungstheorie. Damit wandte sich die Forschung neben den hindernden auch den fördernden Faktoren in der Mutter-Kind-Beziehung zu.

Sein Buch "Frühe Bindung und Kindliche Entwicklung" wurde in die Liste der 100 Meisterwerke der Psychotherapie aufgenommen.

Alexithymie - auch Gefühlsblindheit - ist ein Persönlichkeitsmerkmal welches geschätzte 10% der Bevölkerung betrifft und damit für mehr als 10 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum relevant ist.

Alexithymie beschreibt die Schwierigkeit oder auch Unfähigkeit von Personen Ihre Gefühle hinreichend wahrnehmen und beschreiben zu können. Vielen Gefühlsblinden ist ihr Defizit kaum bewusst und es wird meistens nur im Kontakt mit engen Angehörigen oder mit dem Partner zum Problem.

Diese Seiten sollen weitere Informationen über Alexithymie anbieten und Betroffenen, Angehörigen oder auch Interessierten die Möglichkeit eines Informationsaustausches bieten.